EVT Execute Allianzen

 

Evotec ist einer der globalen Marktführer bei umfassenden Wirkstoffforschungslösungen sowie eigenständigen oder ganzheitlichen, voll integrierten Wirkstoffforschungsangeboten. Diese Leistungen des Segments EVT Execute werden auf der Basis einer üblichen Vergütung für erbrachte Leistungen (Fee-for-Service) oder durch verschiedenste kommerzielle Vereinbarungen, darunter Forschungs- und Meilensteinzahlungen und/oder Umsatzbeteiligungen vergütet.

Unsere EVT Execute-Allianzen sind über die gesamte präklinische Wertschöpfungskette verteilt und beschäftigen sich mit zahlreichen Indikationsgebieten. Hierzu zählen Antiinfektiva, Diabetes und Diabetesfolgeerkrankungen, Entzündungen und Immunologie, Neurowissenschaften, Onkologie und Schmerz.

 

Entwicklung von Evotecs Allianzen

2013
2014
2015
2016
2017
Anzahl der Allianzen
106
150
177
270
760
Anzahl der Allianzen >1 Mio. € Umsatz
15
19
21
22
38
Wiederholungsgeschäft
93%
85%
63%
94%
80%
Anzahl der Allianzen  
2013 106
2014 150
2015 177
2016 270
2017 760
Anzahl der Allianzen >1 Mio. € Umsatz  
2013 15
2014 19
2015 21
2016 22
2017 38
Wiederholungsgeschäft  
2013 93%
2014 85%
2015 63%
2016 94%
2017 80%

Bayer - Endometriose

Im Oktober 2012 sind Evotec AG und Bayer Pharma AG eine fünfjährige Zusammenarbeit eingegangen, in deren Rahmen mehrere Endometriose-assoziierte Zielmoleküle erforscht werden sollen. Ziel ist es, drei Arzneimittelkandidaten für die klinische Entwicklung zur Behandlung der Endometriose zu identifizieren. Beide Partner bringen nicht nur innovative Zielmoleküle und modernste Technologien in die Partnerschaft ein, sondern sind auch gemeinsam für die frühe Endometriose-Forschung und präklinische Charakterisierung potenzieller klinischer Entwicklungskandidaten verantwortlich.

Bayer wird für die anschließende Entwicklung und Vermarktung geeigneter Kandidaten allein verantwortlich sein. Evotec hat im Rahmen der Vereinbarung 12 Mio. € als Vorauszahlung erhalten. Insgesamt könnte Evotec bei Erreichen bestimmter Meilensteine in der präklinischen und klinischen Entwicklung sowie bei der Vermarktung Zahlungen von möglicherweise bis zu rund 580 Mio. € erhalten. Darüber hinaus sind potenzielle Lizenzgebühren bis zu einem niedrigen zweistelligen Prozentsatz des Umsatzes möglich. Dies ist abhängig davon, welcher Partner die entsprechende Substanz in die Kooperation eingebracht hat.

Die Allianz hat bis dato bereits mehrere präklinische Entwicklungskandidaten generiert; im August 2016 erreichte das erste Programm die klinische Phase I. Zwei weitere Phase I Studien wurden im Juli 2017 und im April 2018 gestartet. Die Allianz wurde 2017 um ein weiteres Jahr verlängert.

Whitepaper

Um die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, die sich gegenseitig ergänzen, für künftige Forschungspartnerschaften zu fördern, haben Evotec und Bayer ein Whitepaper über ihre erfolgreiche Allianz veröffentlicht. 

Über Endometriose

Endometriose betrifft schätzungsweise zehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter, was etwa 176 Millionen Frauen weltweit entspricht. Sie wird durch das abnorme Wachstum von Gewebe verursacht, das der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ähnelt, jedoch in diesem Fall außerhalb der Gebärmutter auftritt. Das kann ektopische Läsionen und lähmende Schmerzen zur Folge haben. Oft finden sich solche Läsionen auf den Eierstöcken und dem Bauchfell, aber auch andere Beckenorgane können betroffen sein wie etwa die Blase, der Darm oder der rekto-vaginale Bereich. Für Endometriose gibt es noch keine Heilung, die meisten verfügbaren medikamentösen Therapien können nur mit gewissen Einschränkungen angewendet werden. Endometriose ist eine sehr komplexe und heterogene Erkrankung, und es besteht auch heute immer noch ein hoher medizinischer Bedarf an innovativen Therapien, die die individuellen Bedürfnisse der betroffenen Frauen adressieren. Endometriose kann das soziale, berufliche und private Leben erheblich beeinflussen - betroffene Frauen erleben häufiger Depressionen und emotionale Probleme, was sich auf die Unsicherheit der Diagnose, die unvorhersehbaren Symptome und die Herausforderung, gleichzeitig ein normales Leben zu führen, zurückführen lässt.

CHDI - Huntington

CHDI Inc. ist eine gemeinnützige Organisation die nach neuen Therapien zur Behandlung der Huntington-Krankheit sucht. Evotec wurde zum strategischen Partner gewählt, um sie bei ihren Wirkstoffforschungsprogrammen zu unterstützen.
Seit 2006 haben Evotec und CHDI bereits mehrere Verträge unterzeichnet. Sie umfassen integrierte Biologie- und Chemieleistungen unterstützt von Substanz- und Bibliotheksverwaltung, Target-Validierung, Stammzellenforschung, High-Content-Screening, Chemieinformatik, in vitro Pharmakologie und Proteinproduktion. Diese Verträge erstrecken sich damit nahezu auf das gesamte integrierte Wirkstoffforschungsangebot von Evotec. Im September 2015 wurde die Zusammenarbeit bis August 2018 verlängert. Mit dem Zugang zu diesen Ressourcen stehen CHDI alle Mittel zur Verfügung, um zügig neuartige Wirkstoffe, die auf Targets der Huntington-Krankheit wirken, zu identifizieren und diese für den Einsatz in klinischen Studien zu optimieren.

Über die Huntington-Krankheit

Die Huntington-Krankheit ist eine Erbkrankheit, die durch eine Veränderung (Mutation) im Huntingtin-Gen verursacht wird. Jedes Kind mit einem Elternteil, das unter dieser Erkrankung leidet, erbt diese Mutation mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%. Als Folge dieser Genveränderung degenerieren Gehirnzellen und sterben ab und führen so zu kognitiven und physikalischen Beeinträchtigungen, die im Verlauf der Krankheit signifikanten Einfluss auf die Lebensqualität des Betroffenen haben und schließlich zum Tod führen. Die Krankheit bricht gewöhnlich im mittleren Alter, bei einigen jedoch bereits in der frühen Kindheit oder erst im hohen Alter aus, und nimmt einen schweren Verlauf. Sobald die Krankheit ausgebrochen ist, verbleibt Patienten eine Lebensdauer von ca. 15 bis 20 Jahren. Es wird angenommen, dass einer unter 10.000 Menschen die Mutation im Huntingtin-Gen in sich trägt, die diese Krankheit verursacht. Gegenwärtig gibt es keine Möglichkeiten, das Fortschreiten dieser Krankheit zu verlangsamen oder zu verhindern oder den Krankheitsverlauf umzukehren.

C4X Discovery - Verschiedene

Im September 2016 gab Evotec gemeinsam mit C4X Discovery Holdings plc ("C4XD") eine strategische Zusammenarbeit auf verschiedene Targets bekannt. Diese neue Vereinbarung basiert auf der erfolgreichen Forschungskooperation mit C4XD, die im Januar 2015 bekannt gegeben wurde. C4XD und Evotec werden gemeinsam neuartige, niedermolekulare Wirkstoffe gegen eine Reihe ausgewählter Zielstrukturen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und Krankheitsfeldern entwickeln, die sich vorerst auf Programme in der Onkologie und Autoimmunerkrankungen konzentrieren.

Im Rahmen dieser neuen, langjährigen, strategischen Zusammenarbeit, wird zu jedem Zeitpunkt der Vertragslaufzeit an mindestens drei Entwicklungsprojekten gleichzeitig geforscht. Evotec wird umfangreiche Assay- und Screening Technologien, Wissenschaftler und Ihre Expertise in der Medizinalchemie auf ausgewählten Programmen von C4XD anwenden. Im Gegenzug erhält Evotec anteilige Forschungszahlungen, erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen an Produktverkäufen. Jedes Programm wird bis zur Nominierung eines präklinischen Entwicklungskandidaten ("PDC") entwickelt. C4XD wird alle Patentrechte erhalten und hat Anrecht darauf, alle erfolgreich nominierten PDC-entwickelten Projekte entweder an Pharmaunternehmen zu verpartnern oder eigene klinische Studien durchzuführen.

Sanofi - "MSA"

Im März 2015 gab Evotec eine umfangreiche, aus mehreren Komponenten bestehende strategische Allianz mit Sanofi bekannt, für die ein Zeitraum von fünf Jahren festgelegt wurde.
Eine wesentliche Säule dieser Vereinbarung ist ein Master Service Agreement, in dessen Rahmen Evotec für Sanofi ein breites Angebot an langfristigen Wirkstoffforschungsleistungen vorhält.  Die Leistungen reichen von kleinen, eigenständigen Studien bis zu stärker integrierten Paketen.
Diese strategische Outsourcing-Vereinbarung konzentriert sich während der fünfjährigen Vertragslaufzeit auf die Kernkompetenzen der niedermolekularen Wirkstoffforschungsplattformen in Toulouse. Zudem übernimmt Evotec das Management der Wirkstoffbibliotheken  von Sanofi weltweit.

UCB - Verschiedene

Im Juli 2011 gingen Evotec AG und UCB eine dreijährige integrierte Wirkstoffforschungskooperation ein. Ziel ist es, niedermolekulare Modulatoren zu identifizieren, die mit von UCB ausgewählten molekularen Targets im Bereich der ZNS-Erkrankungen interagieren.
Im Rahmen der Zusammenarbeit setzt Evotec ihre integrierte Wirkstoffforschungstechnologie und Expertise zur Identifizierung neuartiger, niedermolekularer Wirkstoffe gegen speziell ausgewählte Targets ein. Die Leitstruktur der Moleküle wird optimiert und bis zum präklinischen Kandidaten weiterentwickelt.

Im Oktober 2011 vereinbarten Evotec und UCB eine zweite mehrjährige integrierte Wirkstoffforschungskooperation auf verschiedenen Targets im Bereich der Immunologie. Im Oktober 2013 gab Evotec bekannt, dass die ersten zwei Meilensteine in dieser Immunologie-Allianz mit UCB erreicht wurden. Die Meilensteine wurden für die Überführung bestimmter Programme in die Hit-to-Lead-Phase bzw. die Leitsubstanzoptimierung erzielt.

Im Oktober 2016 gab Evotec den Beginn einer weiteren Kooperation mit UCB bekannt, in der eine Vielzahl Services der in vitro Pharmakologie erbracht werden.
Im Rahmen der dreijährigen Vereinbarung wird Evotec Wirkstoffforschungsprojekte des in vitro Pharmakologie-Teams von UCB in mehreren Target-Klassen unterstützen, insbesondere im Bereich Zentrale Erkrankungen des Nervensystems ("ZNS"). So wird Evotec im Wesentlichen Leistungen in den Bereichen Assayentwicklung und Compound Profiling erbringen sowie mechanistische Untersuchungen durchführen. Auf diese Weise erhält UCB Zugang zu Evotecs Kernkompetenzen in der in vitro Pharmakologie sowie in der Elektrophysiologie.

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